Bei strahlendem Herbstwetter machten sich am vergangenen Samstag, den 19. September 2026, insgesamt 36 Pfarrangehörige aus Oberkreuzberg auf den Weg zum traditionellen Pfarrausflug. Die bereits 41. Auflage dieser beliebten Fahrt bot den Teilnehmern eine gelungene Mischung aus spirituellen Impulsen, faszinierender Naturgeschichte und geselligem Beisammensein.
Das erste und zentrale Ziel der Reise war die Pfarrkirche St. Nikolaus in Mindelstetten. Hier ruhen im markanten Marmor-Sarkophag die sterblichen Überreste der im Jahr 2012 heiliggesprochenen Anna Schäffer. Auch das Hochaltarbild der Kirche zeigt das Abbild der Heiligen. Der dortige Ortspfarrer brachte den Gästen aus dem Bayerischen Wald die bewegende Lebensgeschichte der Anna Schäffer näher, die nach einem schweren, tragischen Unfall in kochender Waschlauge bis zu ihrem Tod ans Bett gefesselt war und ihr Leiden in bewundernswertem Glauben ertrug. Im Anschluss feierte die Reisegruppe gemeinsam mit Pfarrer Tobias Keilhofer eine eindrucksvolle Eucharistiefeier, bevor die Gläubigen das nahe gelegene, historische Geburtshaus der Heiligen besichtigten. Nach diesen tiefen Eindrücken stärkte sich die Gruppe bei einem vorbestellten Mittagessen im Landgasthof Braun.
Am Nachmittag wechselte das Programm von der Kirchengeschichte in die Urzeit: Die Gruppe steuerte den größten Saurierpark Deutschlands in Denkendorf an. Auf dem Walderlebnispfad kamen die Oberkreuzberger aus dem Staunen kaum heraus: 70 riesige, lebensechte Urzeit-Modelle – darunter der gewaltige, 25 Meter lange Langhalssaurier „Arapahoe“ – säumten den Weg. Besonders die gigantischen Skelette urzeitlicher Fische hinterließen bleibenden Eindruck. Wer es etwas ruhiger angehen lassen wollte, genoss die Pause bei Kaffee und Kuchen direkt an einem kleinen Teich.
Gegen 16:00 Uhr brach die Reisegruppe zum letzten Ziel des Tages auf: dem weltberühmten Kloster Weltenburg an der Donau. Nach einer Besichtigung der prachtvollen Asam-Klosterkirche stand eigentlich ein gemütlicher Aufenthalt im historischen Biergarten auf dem Plan. Trotz Vorbestellung wurde die Gruppe wegen der Auslastung jedoch in den Gartensaal gebeten – was der guten Stimmung aber keinen Abbruch tat. Bei bayerischen Schmankerln und dem bekannt guten dunklen Klosterbier klang der ereignisreiche Tag harmonisch aus.
Um 19:00 Uhr trat die Gruppe schließlich die Heimreise an und erreichte gegen 21:15 Uhr wieder wohlbehalten die Heimat Oberkreuzberg. Ein besonderer Dank aller Teilnehmer galt am Ende Busfahrer Klaus von der Firma Heininger für die sichere Fahrt sowie Karin Aigner, die den Ausflug nicht nur hervorragend organisiert, sondern auch als Organistin musikalisch bereichert hatte.
Text: Heinz Aigner



