Foto: Isolde Schmid
Am Faschingssamstag wurde in der Pfarrkirche St. Maria Magdalena in Oberkreuzberg der Gottesdienst mal ganz anders gefeiert.
Wortgottesdienstleiter Heinz Aigner lud die Pfarrangehörigen ein, mit ihm eine Wortgottesfeier zu begehen, bei der die Besucher in Faschingskostümen kommen sollten.
Der Einladung sind viele Gottesdienstbesucher aus nah und fern gefolgt und einige kamen auch verkleidet. Auch die Bediensteten waren allesamt verkleidet.
So erschien die Lektoren Liane Krückl als Bär, die Mesnerin, die Ministranten und der Kinder- und Jugendchor mit ihrer Chorleiterin Karin Aigner jeweils mit einem Kopfschmuck, der verschiedene Tiere darstellte und der Wortgottesdienstleiter selbst war als Chinese verkleidet. Der Altarraum war mit Luftballons und Luftschlangen toll geschmückt.
Heinz Aigner führte in seiner Predigt, die er in Reimform hielt, aus, dass diese Kirche in dieser Form eigentlich heute keiner mehr braucht und dafür auch niemand mehr zahlen will. Nach Missbrauch und Fehlmanagement und auch der eigene Egoismus führten dazu, dass das Gute an unserem Glauben niemand mehr sehen kann. Aber Gott sieht jeden und ist für uns alle da. Deshalb fasste er in seinem Schlussreim folgendes zusammen:
Des oiß is z’letzt fia heit a Bitt‘. Helft’s mid, dann kanns gelinga.
Dass mia zu zwoat oder a zu dritt des Kirchal do voi bringa.
Dös woit‘ I Eich zum Schluß erzähl’n, Ihr seid’s fia Gott da Samen
Koa Mensch braucht se vor Eahm vostelln. Drum helf ma zsam. Amen.
Der Kinder- und Jugendchor mit seinen schwungvollen Liedern, wie z.B. „Habt ihr heute schon gelacht“ tat das übrige dazu, dass diese Wortgottesfeier ein ganz anderer, aber besonderer und schöner Gottesdienst wurde. Zum Schluss konnte sich jeder noch einen Faschingsmuffin (gebacken von PGR-Vorsitzender Barbara Weber) und Süßigkeiten mit nach Hause nehmen.
Text: Barbara Weber


