Foto: Karin Aigner
Am vergangenen Freitag fand im Pfarr- und Gemeindezentrum Oberkreuzberg ein Vortrag zum Jahr „Pilger der Hoffnung“ statt.
Frau Karin Aigner und Frau Barbara Weber erzählten in eindrucksvollen Bildern über ihre Pilgerwanderung vom 13. bis 22. Juni 2022 auf der Via Sacra, der Heiligen Straße, von Wien nach Mariazell.
Die Basilika Mariazell mit dem Patrozinium Mariä Geburt ist der bedeutendste Wallfahrtsort in Österreich und der einzige mit dem Titel eines Nationalheiligtums im deutschsprachigen Raum. Das Gnadenbild im Hochaltar wird als „Magna Mater Austriae“ verehrt.
Der Pilgerweg der beiden Frauen begann am Stephansdom und führte dann durch ganz Wien an der Paulanerkirche, dem früheren Startpunkt der Wallfahrt, vorbei zum ersten Ziel Brunn am Gebirge.
Am nächsten Tag ging es dann zur Pfarrkirche in Maria Enzersdorf, vorbei am Pfandlbrunnen, der Schiffersäule und der Kapelle „Urlauberkreuz“ zum Stift Heiligenkreuz. Dort wurden die Pilgerinnen von den Patern sehr freundlich empfangen und gleich zum Chorgebet eingeladen. Beim Stift Heiligenkreuz gibt es seit 2017 eine nachgebaute Lourdesgrotte, an der nach dem Abendessen noch gebetet wurde. Die Mutter Gottes von Lourdes begleitete die beiden Pilgerinnen auf ihrem ganzen Weg bis nach Mariazell, kamen sie doch auf ihrem Weg an vielen Lourdesgrotten vorbei. Von Heiligenkreuz ging es weiter nach Kleinmariazell, wo ebenfalls eine Basilika steht und sie den Fronleichnamsgottesdienst mitfeiern konnten. Die nächsten Tage ging es weiter nach Kaumberg, Hainfeld, St. Veit an der Gölsen, zum Kloster Lilienfeld, Türnitz und Annaberg.
Auf dem Weg nach Annaberg mussten die Pilgerinnen die Falkenschlucht durchqueren, ein besonderes Naturjuwel in dieser Gegend, die sehr anstrengend war (Überquerung von Holzstegen und Wasserläufen auf Baumstämmen). Aber beide Damen waren sich einig, dass sie so etwas Schönes noch nie gesehen hätten.
Die letzte Etappe ging dann von Annaberg nach Mariazell. Nach einem enormen Aufstieg zum Habertheuersattel mit 701 Höhenmetern ging es dann endlich auf dem Sebastiani- und dem Rosenkranzweg auf Mariazell zu. Nach 180 zurückgelegten Kilometern und 4150 erklommenen Höhenmetern hatten die Pilgerinnen endlich ihr Ziel Mariazell vor Augen und ein Halleluja kam über ihre Lippen. Ihr Fazit über ihre Pilgerwanderung war, dass mit unserem Herrgott, der Mutter Gottes und einer Freundin an seiner Seite jeder Weg (auch so mancher Irr- und Umweg) zu schaffen ist. Es war eine Auszeit vom Alltag, wo die Seele wieder heilen und ruhig werden kann. Eine Auszeit, die sie nur jedem empfehlen können. Fast 30 Besucher lauschten dem kurzweiligen Vortrag und wurden dafür mit Häppchen und Getränken „belohnt“.
Die freiwilligen Spenden der Besucher werden für die Erneuerung der Fenster im Pfarrzentrum verwendet.
Text: Barbara Weber


